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| VISIONS Barcode 40 - Ruhrschnellweg Wilhelmsburg Mitte Hamburg Kunstmuseum Stuttgart |
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spaces Eichbaumoper Essen / MÜlheim |
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BARCODE A40 – DIE SCHÖNHEIT DER GROSSEN STRASSE Ruhrschnellweg |
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Die Autobahn A 40 ist die zentrale Verkehrsader des Ruhrgebiets: Über 120.000 Fahrzeuge fahren hier täglich, zehntausende Menschen wohnen und arbeiten direkt an der Trasse. Eine Fernstraße, die durch so dicht bebauten Raum verläuft, ist immer auch Teil der Stadt. Mit dem Ziel, die Autobahn besser in den Stadtraum zu integrieren, erhielten Anwohner und Nutzer die Möglichkeit, einen Abschnitt der neuen Lärmschutzwand, die im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus in Bochum Wattenscheid entsteht, selbst zu gestalten. Mit »Barcode A 40« können die Menschen eine Lärmschutzwand zum Teil ihrer Alltagserfahrungen und -kultur machen. Das Projekt zeigt, welche Bedeutung der Straßenbau für die Gestaltung der gebauten Umwelt hat. Es beteiligt Menschen an Planungen und Baukonzepten, die sich auf diese Weise ihren Lebensraum aneignen und ihn dort gestalten, wo es bisher nicht erlaubt war. Es ist »nur« Farbe, aber dennoch ein bedeutender Schritt. Von den 1.290 eingereichten Farbmustern für jeweils 8 Meter Lärmschutzwand wurden 160 Entwürfe zu einem drei Kilometer langen Gesamtmuster verbunden. Die Beiträge erzählen jeweils eine eigene Geschichte: Sie beschreiben die Straße mal als Ort, mal als Symbol oder auch als Gemütszustand mit Bezügen auf das Ruhrgebiet, einschließlich Das künstlerische Projekt wird mit einem Masterplan verknüpft, der mit allen an die A 40 grenzenden Kommunen abgestimmt ist. Er regelt zukünftig einheitlich den Umgang mit Instandsetzungen oder Erweiterungen der Autobahn. Ein Gestalthandbuch gibt Anregungen und Impulse, zum Beispiel bei der farblichen Gestaltung von weiteren Lärmschutzwänden. Projektplanung: Gestaltungskonzept Corporate Design und Website: Bauherr: |
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WILHELMSBURG MITTE – Vom inneren Stadtrand zum neuen Zentrum
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Die geografische Mitte der Hamburger Elbinsel ist durchzogen von großen Verkehrsschneisen, die den Stadtteil auseinander reißen und das Entstehen einer attraktiven Mitte an dieser Stelle bisher verhinderten. Die Internationale Bauausstellung Hamburg will hier neue Brücken schlagen und das Zentrum Wilhelmsburgs zum urbanen Stadtraum machen. Der Schlüssel zur Wiedergewinnung städtischer Lebensqualität ist die Bündelung zweier Verkehrsinfrastrukturen durch die Verlegung einer vierspurigen Bundesstraße (B4 / B75) an die bestehende Bahntrasse. Darüber hinaus wird der Park der internationalen gartenschau hamburg 2013 der Mitte Wilhelmsburg ein attraktives grünes Zentrum geben. Geplant ist ein »Volkspark neuen Typs« mit zahlreichen unterschiedlichen Sport- und Freizeitangeboten für Menschen aller Kulturen und unterschiedlicher Herkunft. Der neu entstehende Sporthallenkomplex der Gartenschau wird zusammen mit dem Neubau der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt mit ihren 1.400 Mitarbeitern zum repräsentativen Eingangstor zu diesem wichtigen Ort. Und auch der Wohnungsbau wird vorangetrieben: mit den experimentellen Bauprojekten der »Bauausstellung in der Bauausstellung«. Hier sollen richtungsweisende Case Studies für den Wohnungsbau im 21. Jahrhundert gebaut werden, die den Herausforderungen unserer Zeit in Bezug auf die Nachhaltigkeit des Bauens und Zusammenlebens gerecht werden. In den vier verschiedenen Themenfeldern Hybrid Houses, Smart Material Houses, Smart Price Houses und Water Houses werden bis zur Internationalen Bauausstellung im Jahr 2013 etwa 160 modellhafte Wohneinheiten entstehen. internationale gartenschau hamburg (igs 2013): Berta-Kröger-Platz: S-Bahnhof Wilhelmsburg: Neue Hamburger Terrassen: Georg-Wilhelm-Höfe (Städtebauliche Studie): Bauherren: |
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Mit dem Neubau des Kunstmuseums Stuttgart wurde die Chance für eine städtebauliche Aufwertung des wichtigsten zentralen Bereichs der Stuttgarter Innenstadt, einem seit den 1960er Jahren überdeckelten Verkehrsknotenpunkt, genutzt. In einem klassischen städtebaulichen Ansatz fassen und begrenzen die neuen, klaren Gebäudekanten des Museums Platz und Straßenräume. Die Architekten schufen einen ruhigen, eleganten Baukörper, einen Solitär, der die Spuren der Vergangenheit konstruktiv in das neue Gebäude aufnimmt und mit seiner Umgebung ein Ensemble bildet. Der Ausstellungsbereich für die Sammlung des Museums erhält durch seine besondere räumliche Situation einen unverwechselbaren Charakter. Er findet seinen Platz im Sockel des neuen »Kleinen Schlossplatzes«, im Bereich der nicht mehr benötigten Tunnelröhren, die in zwei übereinander liegenden Ebenen früher dem Verkehr für Auto und Straßenbahn dienten. Der Reiz liegt in der Kombination der Flächen: auf der einen Seite die ruhigen, introvertierten Kunsträume, auf der anderen die lebendigen, kommunikativen Bereiche. Der oberirdische, weithin sichtbare gläserne Kubus birgt in sich einen äußerlich schroff, fast archaisch wirkenden Steinwürfel. Er bietet im Inneren Ruhe und Konzentration auf die Kunst und oben ein rundum verglastes Museumsrestaurant mit einem spektakulären Rundblick über die Stadt. Mit dem Neubau des Kunstmuseums besetzt ein öffentliches Gebäude nicht nur den Raum, sondern es schafft Raum – innen wie außen. Das Museum ist keine isolierte Einrichtung mehr, sondern trägt zum öffentlichen Leben bei. Architekten: Bauherr: |
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| EICHBAUMOPER - EINE U-BAHN HALTESTELLE WIRD ZUR OPERNBÜHNE Essen und MÜlheim, 2006 - 2009 |
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Die Stadtbahnlinie U18 zwischen den Städten Essen und Mülheim markierte vor 30 Jahren den Aufbruch in das moderne und mobile Ruhrgebiet. Heute ist die Haltestelle Eichbaum ein problematischer Ort. Eingezwängt in das unwirtliche Gewirr aus Schnellstraßen machten Vandalismus und Überfälle ihn zum »Angstraum«. Bauliche Veränderungen und Appelle blieben wirkungslos. Mit der »Eichbaumoper« soll nun ein ungewöhnliches Projekt eine positive Transformation des Ortes in Gang setzen. 2006 entstand das Projekt »U(topia) 18« mit dem Auftrag, irgendwo zwischen den Städten Essen, Mülheim und Duisburg Hoffnungen und Utopien für das Ruhrgebiet zu finden. Das Ergebnis war ein einzigartiges Panorama der Geschichte der U-Bahn Linie 18. Die Methode der Mischung aus Analysen und Gesprächen wurde zum Ausgangspunkt für die Fortführung des Projekts: »Eichbaumoper«, der Verwandlung der U-Bahn Station Eichbaum in ein Opernhaus. Das Besondere war die Verbindung von Architektur, Theater, Musik und Stadt. Aus der Konzeption ergaben sich zwei Strategien: Künstler wurden aufgefordert, an diesem Ort Kompositionen und Libretti für diesen Ort zu entwickeln. Und im Austausch mit Anwohnern und Künstlern ging es darum, die Haltestelle räumlich und sozial zu transformieren. Den gemeinsamen Abschluss bildete die Inszenierung der Eichbaumoper. In der Entwicklungsphase wurde an der U-Bahn Station eine Opernbauhütte errichtet. Sie bot Raum für den Aufenthalt der Gewerke und Künstler, Veranstaltungen und Workshops sowie die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit den Menschen und ihren Erfahrungen am »Eichbaum«. So setzte bereits vor der Opernpremiere eine kontinuierliche Transformation ein. Veranstalter: |
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ENERGIEBERG – VOM MÜLLBERG ZUM GIPFEL ERNEUERBARER ENERGIEN |
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Ein Müllberg wird zum Energieberg: Von hier aus sollen zukünftig durch Windkraft, Sonnenenergie, Deponiegase, Biomasse und Geothermie über 2.000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Gleichzeitig wird der bislang nicht zugängliche Ort zu einem öffentlichen Aussichtspunkt mit Informationszentrum umgestaltet. Die problematische Geschichte beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg, als auf der Mülldeponie Georgswerder Trümmer und Haushaltsmüll aufgetürmt wurden; später kamen Industrieabfälle wie Lacke und Farben hinzu. 1979 wurde der Betrieb offiziell eingestellt. Einige Jahre später stellte sich heraus, dass am Fuß des 40 Meter hohen künstlichen Hügels hochgiftiges Dioxin austrat und ins Grundwasser gelangte. Daraufhin wurden die Deponie und der Untergrund aufwändig saniert. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Hamburg wird der Müllberg nun zu einem Energieberg und damit zum Symbol für die Nutzung erneuerbarer Energien. Dafür sollen eine neue Windkraftanlage mit mindestens drei Megawatt Leistung sowie eine etwa 5.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage entstehen. Ergebnis eines im Mai 2009 entschiedenen landschaftsarchitektonischen und hochbaulichen Wettbewerbs ist ein Entwurf, der als tragende Idee eine artifizielle, den Hügelgipfel umrundende Promenade vorsieht. Sie bietet freie Sicht und insbesondere einen grandiosen Ausblick auf die Hamburger Innenstadt und die einzigartige Kulisse des Hafens. Ein geplantes Besucherzentrum soll über die Geschichte des Ortes informieren und darüber, was regenerative Energien heute zu leisten vermögen. Alles zusammen verspricht, dass nach Jahrzehnten der Abschottung eine innerstädtische »No-Go-Area« für die Menschen zurück gewonnen wird. Landschaftsarchitektur: Architekten: Bauherr: |
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| KULTURBUNKER – BAUEN AN NEUEN ORTEN DER STADT Frankfurt am Main, 2004 |
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Die Umgestaltung des 1912 eröffneten Osthafens ist eine der großen städtebaulichen Herausforderungen für Frankfurt. Das Gebiet um die Großmarkthalle befindet sich mitten im Strukturwandel und erwartet den Neubau der Europäischen Zentralbank. Im Niemandsland dahinter erhielt Hohe Grundstückskosten und knappe Flächenreserven in der Frankfurter Innenstadt waren in den 1990er Jahren Auslöser für die Prüfung, Bunkerbauten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs für die Entwicklung von kreativen und kostengünstigen Kindergartenprojekten umzunutzen. Einige Jahre später war ein defektes Dach der konkrete Anlass für die Frage nach der Zukunft eines Bunkers im Hafengebiet. Wegen der hohen Kosten kam ein Abriss nicht in Betracht. So entstand die Idee, den Bunker mit einer neuen kulturellen Nutzung als Initial und Motor für eine großräumige Umgestaltung einzusetzen. Das Bunkergebäude bildet den massiven Sockel für einen neuen Aufbau – einer auskragenden hölzernen Box mit Gitterrosthülle. Diese beherbergt auf zwei Stockwerken Künstlerateliers und das Institut für Neue Medien. Mit einer umlaufenden Erschließung wird die Gemeinschaftszone an den äußeren Rand verlegt, von der die heterogene Umgebung direkt erfahrbar ist. Im Betonkern des ehemaligen Bunkers sind Übungsräume für Musiker untergebracht. Das Pilotprojekt der erstmals realisierten Aufstockung eines Bunkers und dessen Neucodierung als Kulturbunker zeigt, welche Möglichkeitsräume sich durch unkonventionelle Lösungen in schwierigen und bislang wenig beachteten Orten der Stadt eröffnen können. Lichtinstallation: Bauherr: |
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URBAN PIONEERS – STADTENTWICKLUNG DURCH ZWISCHENNUTZUNG |
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Berlin verfügt aufgrund seiner besonderen Stadtgeschichte und des ökonomischen Strukturwandels über enorme Flächenressourcen. Sie stellen ein langfristiges Potenzial für die Stadtentwicklung dar. Gleichzeitig sind es aber auch brachliegende, ungenutzte Orte, an denen die Instrumente klassischer Planung nicht greifen. Raumpioniere zeigen mit Zwischennutzungen neue Entwicklungsperspektiven auf und tragen zur Revitalisierung von Stadträumen bei. Fast 100 temporäre Nutzungen in Berlin wurden im Rahmen einer 2004 / 2006 durchgeführten Studie kartiert. 40 Projektbeispiele fanden Eingang in die Publikation »Urban Pioneers«. Die Projektliste liest sich wie der Katalog eines neuen metropolitanen Lebensgefühls: Skateparks in aufgelassenen Industriearealen, Ponyhaltung auf dem Mauerstreifen, Flohmärkte in ungenutzten Lagerhallen, Musik- und Modelabels in leer stehenden Laden- lokalen, oder Kletterparcours in Baulücken. Die temporären Aktivitäten bereichern das Stadtbild wie in keiner anderen europäischen Metropole. Wenn aus Zwischennutzungen tragfähige Konzepte mit langfristigem Entwicklungshorizont entstehen, eröffnen sich neue Möglichkeitsfelder für die Entwicklung der Städte. Zwischennutzungen spielen deshalb zunehmend auch eine strategische Rolle in der Stadtentwicklung. Einzelne Berliner Bezirke haben diese Potentiale erkannt und richteten aufgrund der Studienergebnisse Koordinierungsstellen für Zwischennutzungen ein. Raumpioniere entdecken Orte neu, vitalisieren vorhandene Ressourcen und nutzen die sich bietenden Chancen zur Aneignung und Gestaltung durch persönliches Engagement. Sie zeigen, wie groß das Spektrum der Möglichkeiten sein kann, wenn Mut und Phantasie in der Stadt zusammen kommen. Grafik und Verlag: Auftrag- und Herausgeber: |
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| BAUGEMEINSCHAFTEN – PIONIERE DES GEMEINWESENS Berlin, 2007 - 2008 |
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Im Bezirk Berlin-Mitte sind am »Mauerstreifen«, auf dem bis zum Jahr 1989 die Grenze zwischen Ost und West verlief, die Spuren dieses massiven städtebaulichen Eingriffs immer noch spürbar. Auf gegenüberliegenden, brachliegenden Eckgrundstücken entstanden hier insgesamt drei Wohngebäude für zwei Gemeinschaften von Bauherren. In Berlin und anderen deutschen Städten entwickelte sich in den letzten Jahren ein neues Modell des Wohnungsbaus: die Baugemeinschaft. In einer solchen Gemeinschaft finden sich Bauinteressierte zusammen, die urbanes nachbarschaftliches Wohnen praktizieren möchten. Neben dem Zusammenwachsen in der Zeit gemeinsamer Planung und Realisierung bieten sich weitere Vorteile, wie individuell gestaltete Grundrisse und vor allem die Einsparung von Kosten gegenüber dem Bauen mit einem Bauträger. Mit den Zwillingsbauten und dem benachbarten Solitär entstanden 12 bzw. Die beiden spiegelgleichen Häuser akzentuieren nicht nur die Nordecke eines Berliner Blocks, sie schaffen durch die besondere Gebäudeanordnung einen neuen öffentlichen Stadtplatz. Er dient als Lichtspender, ist aber auch Identifikationsort für die Bewohner und die Menschen in der Nachbarschaft. Darüber hinaus steht der Platz als vorbildliches Beispiel für die Übernahme von Verantwortung durch Mitglieder einer Baugemeinschaft für ihre unmittelbare Umgebung und die Stadt insgesamt. Bauherr: |
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| DER ANDERE HAMBURGER WEG – VISIONÄRE ZWISCHEN BÜRGERLICHKEIT UND REBELLION |
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Ohne Alexander Gérard und Jana Marko gäbe es die mittlerweile im Bau befindliche spektakuläre Hamburger Elbphilharmonie nicht. Ohne Klausmartin Kretschmer wäre so manches Kleinod der Baugeschichte Hamburgs längst verschwunden. Mit nur zwei Computergrafiken überzeugten die Schweizer Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron im Jahre 2003 den Hamburger Senat, die Planungen für eine Philharmonie auf dem Dach eines ehemaligen Hafenspeichers in der neu entstehenden HafenCity voranzutreiben. Mit der Elbphilharmonie erhält Hamburg ein neues Wahrzeichen. Dass dies möglich war, ist dem Architekten und Stadtplaner Alexander Gérard und der Kunsthistorikerin Jana Marko zu verdanken. Sie trugen maßgeblich dazu bei, den anfänglichen Widerstand in der Stadt umzukehren und sorgten mit dafür, dass über 60 Millionen Euro private Mittel gestiftet wurden. Die Elbphilharmonie ist nun im Bau und wird 2012 eröffnet. Gérard und Marko kümmern sich schon wieder um anderes: um neue Wohnformen für Demenzkranke und deren Angehörige. Klausmartin Kretschmer, der sich die Berufsbezeichnung »Kulturinvestor« gibt, rettet marode Immobilien – vergessene baukulturelle Kleinode. Dazu gehört die »Rote Flora«, ein ehemals besetztes autonomes Zentrum, das er von der Stadt erwarb, der alternativen Szene überliess und so dem Immobilienmarkt entzog. Gerettet wurde auch die Oberhafenkantine, eine der letzten Kaffeeklappen, ein einfaches Speiselokal für Hafenarbeiter und eine Rarität in expressivem Backstein. Von dort aus plant Kretschmer Neues, er setzt Impulse für ein kreatives Quartier: Ateliers und Ausstellungsräume für Künstler, Studios, Büros und Werkstätten für Kreative. Nicht nur diese Beispiele zeigen, dass Stadtentwicklung der Superlative, aber auch Grenzfälle des Machbaren häufig nur durch visionäre Einzelgänger ermöglicht werden. Initiator Projekte Oberhafenkantine und Rote Flora: |
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STANDARD LAMP – TATZU NISHI |
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© Tatzu Nishi |
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»Für mich erlangt Kunst ihre Existenzberechtigung dadurch, dass sie den gewöhnlichen Dingen des Alltags einen anderen bzw. neuen Aspekt hinzufügt. Man reagiert auf meine Arbeit offen, direkt und rücksichtslos, weil man nicht weiß, was meine Installation ist, ob meine Installationen Kunst sind. Denn auf den ersten Blick lassen sie sich nicht als Kunstwerke identifizieren. Durch diese direkte Reaktion schleicht sich meine Arbeit in das Leben und den Alltag der Leute ein.«, so beschreibt Tatzu Nishi die Reaktion des Publikums auf seine Arbeiten. Tatzu Nishi privatisiert Öffentliches. Beispielsweise nehmen seine an ungewöhnlichen Stellen angebrachten Baubuden das Alltägliche zum Ausgangspunkt und ermöglichen dem Betrachter eine veränderte Wahrnehmung der Architektur. Wie die kindliche Phantasie Alltagsgegenstände in traumhafte Gebilde verwandelt, oder wie Größenverhältnisse bei Gullivers Reisen relativiert werden, zoomt Tatzu Nishi die Objekte auf Augenhöhe heran |
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