VISIONS
Gesamtschule Gelsenkirchen
JÜdisches Zentrum MÜnchen
Gemeindezentrum Grossziethen
Islamisches Forum Penzberg
Weltquartier Hamburg
 

spaces

Wohnzeile Prager Strasse Dresden
Ideenlabor Frankfurt am Main
Denkmal für die ermordeten Juden Berlin

 

heroEs
STADTTEILMÜTTER Berlin-NeukÖlln

Internationale GÄrten GÖttingen
Tor zur Welt Hamburg

 

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SECUROPRODS.©

 

GESAMTSCHULE GELSENKIRCHEN – DAS VERSPRECHEN DER STADT: CHANCEN FÜR ALLE
Gelsenkirchen-Bismarck, 1996 - 2007


 

Die Entstehung der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen (EGG)
war ein Langzeitprojekt: Vom Wettbewerbsgewinn 1993 dauerte es bis
zur endgültigen Fertigstellung 14 Jahre – Folge eines umfassenden Planungsprozesses. Zukünftige Nutzer und Nachbarn wurden beteiligt; stadtteilbezogene Partizipation und Vernetzung stifteten Identifikation. Daraus entstand eine interkonfessionelle Stadtteilschule für 1.150 Kinder in ökologischer Bauweise.

Das Schulareal gleicht einer kleinen Stadt, gegliedert von einem Hauptgebäude, »Straßen« und einem »inneren Marktplatz«. Die Architektur orientiert sich an Orten der Stadt, die Menschen ganz besonders gefangen nehmen, beeindrucken und stimulieren. Es ist keine Schule aus einem Guss – kennzeichnend ist ein vielschichtiges, gewachsenes Erscheinungsbild. Dies nicht zuletzt, weil die einzelnen Klassenhäuser zusammen mit den Schülern entworfen wurden. Jeweils fünf Klassenhäuser eines Jahrgangs bilden eine der insgesamt 6 Häuserreihen. Kein Haus gleicht dabei dem anderen. Die Gebäude überzeugen durch ein großzügiges Raumangebot auf zwei Etagen; jede Klasse verfügt über einen eigenen Garten sowie einen separaten Sanitärbereich.

Betrieben von der Evangelischen Kirche von Westfalen, nimmt die Schule neben den Schülern ihrer Konfession ein Drittel katholische und ein Drittel muslimische Kinder auf. Gleichzeitig öffnet sich die Schule für die Stadtteilbewohner und ist als »community school« nach der Aufgabe des Bergbaus vor allem für die türkischstämmigen Bergmannsfamilien ein Hoffnungsträger gesellschaftlicher Integration. Die ökologische Ausrichtung der Schulphilosophie findet ihren Niederschlag auch in der Architektur. Sie äußert sich in der Auswahl nachhaltiger Baustoffe und einem solaren Energiekonzept.

Gesamtplanung:
plus+ bauplanung GmbH Hübner - Forster - Eggler
(seit 1999: plus+ bauplanung GmbH Hübner - Forster - Hübner), Neckartenzlingen

Bauherr:
Evangelische Schule in Westfalen, Gelsenkirchen, vertreten durch die Evangelische Landeskirche von Westfalen

 
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GOTTESHÄUSER – DREI BEISPIELE FÜR INTERKULTURELLE TOLERANZ

 
 

Eine Stadt für alle – auch für alle Religionen: für Juden, Muslime, Christen und alle anderen – das ist ein Ziel der Kosmopolis, der Internationalen Stadtgesellschaft. Die Architektur ihrer Gotteshäuser wird dabei zum Symbol der Toleranz und der interkulturellen Vielfalt.

Jüdisches Zentrum München, 2006

Mit dem Jüdischen Zentrum in München wird dem Reichtum jüdischen Lebens, den das Dritte Reich zerstörte, ein neuer Raum gegeben. Mit der neuen Hauptsynagoge, dem Gemeindehaus und dem Jüdischen Museum entstand im Herzen der Stadt ein Begegnungszentrum für die Gemeinde. Als wichtigstes Bauwerk ist die nach Osten ausgerichtete Synagoge freigestellt. Der massive, steinerne Sockel soll an den Salomon-Tempel in Jerusalem und der lichtdurchflutete, mit einem Netz aus Kupfer überzogene Glaskubus an das Zelt der mosaischen Wüstenwanderung erinnern.


Evangelisches Gemeindezentrum Großziethen, 2007
Der Entwurf für das Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde Großziethen beschreibt ein Gebäude, das Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt. Es orientiert sich am Grundriss traditioneller Vierseithöfe der Region; als weiteres Merkmal der örtlichen Bauweise bestehen die Außenwände aus gestrichenen Ziegeln. Das Gemeindezentrum öffnet sich mit einladender Geste und vermittelt als neuer Teil des dörflichen Ensembles zwischen den Maßstäben der vorhandenen Kubaturen der Schule, der Kirche und der übrigen Bebauung, ohne die eigene Bedeutung und Bestimmung in den Hintergrund treten zu lassen.

Die Synagoge kehrt aus einer Hinterhofsituation mitten in die Altstadt zurück.
Die Moschee liegt an der Hauptstraße einer deutschen Kleinstadt. Beide
Gotteshäuser setzen ebenso gleichberechtigte Zeichen für ihren Glauben
wie das christliche Gemeindezentrum im Osten der Bundesrepublik, wo bis
zur Wiedervereinigung Deutschlands zahlreiche Kirchen verfielen.


Islamisches Forum Penzberg, 2005
Eingeklemmt zwischen der Innenstadt und einem Gewerbegebiet, inmitten von alpenländischen Siedlerhäusern, bietet das Islamische Forum mit seiner markanten Steinfassade und dem schlanken Minarett einen bewussten Kontrapunkt. Die Offenheit und das Selbstbewusstsein der jungen Gemeinde drückt auch die Architektur aus. Große Fensterflächen aus blauen Glasscherben sorgen für eine Stimmung von Lebensfreude und Transzendenz: eine Verbindung von zeitgenössischer Architektur und tiefer Religiosität.


Jüdisches Zentrum München

Architekten:
Wandel Hoefer Lorch GmbH Architekten + Stadtplaner BDA, Saarbrücken
www.wandel-hoefer-lorch.de

Bauherr:
Landeshauptstadt München und Israelitische Kultusgemeinde München
www.juedischeszentrumjakobsplatz.de


Gemeindezentrum Großziethen

Architekten:
Klaus Block, Architekt Prof. Dipl.-Ing. Architekt BDA, Berlin www.klausblock.de

Bauherr:
Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Großziethen



Islamisches Forum Penzberg

Architekten:
jasarevic architekten, Mering
www.b-au.com

Bauherr:
Islamische Gemeinde Penzberg e.V.
www.islam-penzberg.de

 
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WELTQUARTIER – INTERKULTURELLES WOHNEN UND ARBEITEN
Hamburg-Wilhelmsburg, 2009 - 2013


 
 

Mehr als 1.700 Bewohner aus über 30 Herkunftsländern leben im »Weltquartier«. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Hamburg entsteht hier ein Modellprojekt für interkulturelles Wohnen mit Umbaumaßnahmen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bewohnerschaft gerecht werden. Ein neuartiges Beteiligungsverfahren gewährleistete die Berücksichtigung der zum Teil sehr verschiedenen Interessen.

Die in den 1930er Jahren erbaute Arbeitersiedlung zählt zu den kulturell vielfältigsten auf der Elbinsel Wilhelmsburg. Um mehr über die kulturspezifischen Wünsche der Bewohner für die Modernisierung der Siedlung zu erfahren, wurde ein beispielloses Beteiligungsverfahren eingeführt: eine »interkulturelle Planungswerkstatt« mit so genannten »Heimatforschern«, die die Menschen in ihren Muttersprachen befragten.
Die Ergebnisse flossen in einen Empfehlungskatalog ein, der Bestandteil
eines internationalen städtebaulichen Ideenwettbewerbs wurde. Der Siegerentwurf nimmt die Ansprüche der multikulturellen Bewohnerschaft auf: Es entstehen Grundrisse für familienfreundliche Wohnungen, auf den Hofseiten Loggien als Wohnraumerweiterung und neue Freiraumangebote.

Die Sanierung der Siedlung mit ihren rund 820 Wohnungen wird zudem hohe energetische Anforderungen für den Klimaschutz erfüllen und dabei die roten Ziegelsteinfassaden der Siedlung beibehalten – eine Referenz an die Hamburger Backstein-Tradition.

Potenziale anderer Art stecken in den Flächen eines Gewerbekomplexes und eines Garagenhofes: Die schon vorhandenen vielfältigen Funktionen sollen gestärkt und zugleich die Ansiedlung und Gründung neuer Betriebe, insbesondere migrantischer Kleinstbetriebe, ermöglicht werden.


Architekten:
Architektur und Rahmenplanung:
kfs krause feyerabend sippel architektur + innenarchitektur, Lübeck
www.kfs-architekten.de

Pavillon Weimarer Platz:
Kunst + Herbert, Hamburg
www.kunstherbert.de

Neubau Torgebäude Neuhöfer Straße:
Gerber Architekten, Dortmund & Hamburg
www.gerberarchitekten.de

Neubau Weimarer Straße:
knerer + lang Architekten GmbH, Dresden
www.knererlang.de

Landschaftsarchitektur:
ARGE Sven Andresen + Urte Schlie Landschaftsarchitektur, Lübeck
www.andresen-landschaftsarchitekten.de

Bauherr:
SAGA GWG, Hamburg

 
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  WOHNZEILE PRAGER STRASSE – Massenwohnungsbau der Moderne als Potenzial der Stadt
Dresden, 2007


 
 

240 m lang, 12 Geschosse mit über 500 Wohnungen, früher ein starres und starkes Monument der sozialistischen Plattenbauweise, mit dem die DDR in den 1960er Jahren beweisen wollte, dass sie auf Weltniveau des modernen Städtebaus war. Heute leben hier Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Gesellschaftsschichten unter einem Dach.

Mehr als 15 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung (1989) wurde die Wohnzeile 2006 in »letzter Minute« vor dem endgültigen Verfall bewahrt.
Die Sanierung erfolgte unter der Prämisse eines überschaubaren und zugleich pointierten konstruktiven wie architektonischen Aufwands: Neue elegante Metallgitterbalustraden und Loggien werten die Fassaden auf, Kleinwohnungen wurden zu größeren Einheiten zusammengelegt und die erdrückende Länge der Mittelflure durch Farbkonzepte kaschiert.

Das Gebäude beherbergt Läden und Restaurants, Gewerbebetriebe und Wohnungen für unterschiedlichste Wohnbedürfnisse: preiswertes »Low Budget Wohnen« für Dresden-Pendler, die die Nähe zum Hauptbahnhof schätzen, urbanes Wohnen für unternehmungslustige Singles, altengerechtes Wohnen für die immer zahlreicheren Rentner aus dem Westen der Republik, die in den deutschen Osten mit seinem niedrigeren Preisniveau ziehen. Ganz oben wurden die früher nur temporär genutzten Dachzonen ausgebaut und nehmen nun exklusive Loftapartments auf: Logenplätze mit Blick auf Elbe und Frauenkirche zu moderaten Mietpreisen.

Im Ergebnis wurde aus der unterschätzten Bausubstanz der 1960er Jahre ein Mehrgenerationen- und Mehrkulturenhaus im XXL-Format, das sich für die Nutzer durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnet.

Architekten:
knerer und lang Architekten GmbH, Dresden
www.knererlang.de

Bauherr:
GAFGAH GROUP, Dresden

 
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IDEENLABOR – Partizipation durch urbane Aktionen
Frankfurt am Main, 2005 - 2010


 
 

Das Ideenlabor ist eine Veranstaltungsreihe, bestehend aus den Stadtumbausalons und der UMBAUBAR. Hier werden Ideen und Akteure, Räume und Nutzungen, Bewährtes und Neues verknüpft. Was 2005 begann, wird nun fortgesetzt und soll dem Stadtumbau im Frankfurter Bahnhofsviertel einen weiteren Impuls geben.

Das Ziel ist nach wie vor das gleiche: die Förderung und Stärkung des Wohnens im Bahnhofsviertel. Denn noch immer leben nur wenige Menschen hier. Schon 2005 wurde mit dem Ideenlabor ein ungewöhnliches, aktionsorientiertes Konzept für die Erstellung eines Rahmenplans beauftragt. 100 Ideen wurden entwickelt, 40 ausgewählt, in einem leer stehenden Haus ausgestellt und mit der Öffentlichkeit diskutiert. Innerhalb von vier Wochen konnten mit dem Konzept der »Urbanen Aktion« und intensiven Themenabenden Anregungen von 600 Menschen gesammelt werden, die unmittelbar Einfluss auf die Ideen und die Entwicklung des Rahmenplans hatten. Großen Anteil hatte sicherlich auch die besondere Diskussionsform »Stadt geht durch den Magen«. Ein »Szenekoch« kochte mittags, Kunstausstellungen, Installationen und Feste verbanden die Menschen.

Bis 2010 wird in vier Stadtumbausalons über Themen des Stadtumbaus diskutiert. Städtische Fragestellungen oder Aspekte der lebenswerten Quartiersgestaltung werden wöchentlich durch die UMBAUBAR aufgegriffen. So entstehen Anlässe und Raum für alle Interessierten, Bewohner, Nutzer und Gewerbetreibenden zur Information über Projekte oder zum Austausch von Ideen. Kreative und innovative Potenziale sollen auf diesem Weg für die zukünftige Entwicklung des Frankfurter Bahnhofsviertels ausgeschöpft werden.

Projektplanung:
Planungsbüro bb22 | architekten + stadtplaner gbr | urbane projekte, Frankfurt am Main

Auftraggeber:
Stadtplanungsamt und Straßenbauamt der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

 
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  DENKMAL FÜR DIE ERMORDETEN JUDEN EUROPAS – GEGEN DAS VERGESSEN
Berlin, 2005

 
 

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Zentrum Berlins ist die zentrale Holocaust-Gedenkstätte Deutschlands, ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die bis zu sechs Millionen Opfer. Das Denkmal besteht aus einem Stelenfeld sowie dem unterirdischen »Ort der Information« und wird von einer Bundesstiftung unterhalten.

Die Hauptstadt Berlin erfuhr durch die deutsche Teilung eine zweigeteilte Entwicklung, denn genau durch ihr Zentrum verlief der eiserne Vorhang. Unter Mauer und Stacheldraht verschwand jedoch nicht nur die Stadt, sondern auch die historische Bedeutung dieses Ortes. Vor dem Zweiten Weltkrieg lagen hier das diplomatische und das Regierungsviertel des Deutschen Reichs.

In Nachbarschaft von Reichstag, Brandenburger Tor und der neuen Botschaft der USA entstand auf etwa 19.000 m2 des ehemaligen Mauerstreifens ein kraftvolles Monument, das Betrachter und Besucher sofort in seinen Bann zieht. Die wellenförmige Gestalt beruht auf 2.711 in einem Raster angeordneten Betonstelen, die unterschiedliche Höhen von bis zu 4,7 Meter aufweisen.

Ein unterirdisches Informationszentrum ergänzt die abstrakte Form der Erinnerung, die das Denkmal vermittelt, durch Informationen zu den Opfern, von den Namen ermordeter Juden bis zur Darstellung exemplarischer Lebens- und Familiengeschichten.

Das Stelenfeld erinnert an die Würde des Menschen, an gegenseitige Toleranz, lädt sowohl zu kontemplativen Innehalten als auch zu spielerischer Erkundung ein und bereichert damit die wiedervereinigte Metropole Berlin.


Architekt:
Peter Eisenman, Eisenman Architects, New York (USA)
www.eisenmanarchitects.com

Gestaltung »Ort der Information«:
Dagmar von Wilcken, Berlin
www.dagmarvonwilcken.com

Bauherr:
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin
www.holocaust-mahnmal.de

 
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STADTTEILMÜTTER – HELDINNEN DES ALLTAGS
Berlin-NeukÖlln, seit 2004


 
 

Um Kindern ein gesundes Aufwachsen entsprechend ihrer individuellen Begabungen und Fähigkeiten unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu ermöglichen, bedarf es auch ungewöhnlicher Mittel. Die Stadtteilmütter in Berlin praktizieren ein neues Konzept aufsuchender und niedrigschwelliger Hilfen.

Die Stadtteilmütter sind Frauen überwiegend türkischer und arabischer Herkunft, den größten Einwanderergruppen in Deutschland. Sie werden in einem sechsmonatigen Qualifizierungskurs in den Bereichen Kindergartenerziehung und Schule, Sprachförderung, Entwicklungsphasen des Kindes, Erziehung ohne Gewalt, gesunde Ernährung und vielem mehr ausgebildet. Nach Abschluss des Kurses besuchen die Stadtteilmütter die Familien in ihrem häuslichen Umfeld. Bei insgesamt zehn Terminen wird jeweils ein Thema besprochen. Die Stadtteilmütter geben konkrete Anregungen, beispielsweise die Kinder in einer Kindertagesstätte anzumelden, damit sie frühzeitig neben ihrer Muttersprache auch deutsch lernen. Sie werben für eine gewaltfreie, respektvolle Erziehung oder das Recht auf gleichberechtigte Förderung von Mädchen und Jungen.

Eine enge Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten, Elterncafés und den Schulstationen, in denen sich Schüler bei Problemen mit Betreuern austauschen können, hat sich dabei entwickelt, ebenso mit den Lehrern und Erziehern. Bis Juni 2009 wurden über 160 Stadtteilmütter qualifiziert und über 2.200 Familien besucht. Das Modell der Vermittlerinnen zwischen den Kulturen findet mittlerweile auch in anderen Stadtteilen Berlins sowie weiteren Kommunen Anklang.

Inzwischen haben die Stadtteilmütter auch eine Vorbildfunktion in ihrem eigenen sozialen Umfeld – Frauen, die einst am Rande der Gesellschaft standen, sind jetzt mittendrin.


Projektträger:
Diakonisches Werk Neukölln-Oberspree e.V., Berlin, in Kooperation mit
dem Bezirksamt Neukölln, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und dem Jobcenter Neukölln, Berlin

 
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  INTERNATIONALE GÄRTEN – GEMEINSAM LERNEN UND ZUSAMMEN WACHSEN
GÖttingen, seit 1996


 
 

Wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen gärtnern und ihre Freizeit gestalten, dann ist dies in Deutschland noch keine Selbstverständlichkeit. Die internationalen Göttinger Gartenpioniere haben es vorgemacht. Familien aus 19 Nationen engagieren sich in diesem Projekt, das die Kulturen der Welt in ihren Gärten erlebbar macht und zeigt, dass Vielfalt Reichtum bedeutet.

Die ersten interkulturellen Gärten entstanden 1996 auf Initiative von Flüchtlingen, Migranten und deutschen Familien in Göttingen. Auf der Basis von biologischem Gartenbau, handwerklicher Eigenarbeit sowie Sprach- und Alphabetisierungskursen und selbst konzipierter Umweltbildungsarbeit entstehen ganz neue Handlungsmöglichkeiten und Erfahrungsräume für die Teilnehmenden. Die aktive Partizipation macht die soziale und berufliche Integration von Flüchtlings- und Migrantenfamilien möglich. Vor allem sind die Gärten jedoch lebendige Orte des Miteinanders, an denen gemeinsam städtische Flächen und Nachbarschaft gestaltet werden.

2003 konnte der mittlerweile fünfte Garten, der »Friedensgarten«, im Göttinger Stadtteil Grone eingeweiht werden. Auf der etwa 5.000 m2 großen früheren Brachfläche fanden 23 Familien aus acht verschiedenen Herkunftsländern eine kleine Parzelle, auf der sie Gemüse, Kräuter und Blumen für den Eigenbedarf anbauen. Der Garten ist ein Treffpunkt und fördert die interkulturelle Kommunikation im Stadtteil.

Die »Internationalen Gärten« haben Schule gemacht. Inzwischen sind nach dem Göttinger Vorbild nahezu 90 weitere Gärten in über 50 Städten in ganz Deutschland entstanden; die gleiche Anzahl befindet sich in Planung – ein erfolgreiches Modell für jede Stadt.


Projektträger:
Internationale Gärten e.V., Göttingen
www.internationale-gaerten.de

 
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  TOR ZUR WELT – BILDUNG FÜR DAS GANZE QUARTIER
Hamburg-Wilhelmsburg, 2007 - 2012


 
 

Das Bildungszentrum »Tor zur Welt« ist ein deutschlandweit beispielhaftes Bildungszentrum für den ganzen Stadtteil: Architektonisch anspruchsvoll und energetisch vorbildlich, vereint es Neubauten für drei bestehende Schulen, ein School und Business Center sowie ein Multifunktions-, Umwelt- und Science- Zentrum. Dieses Projekt wäre jedoch nicht möglich gewesen ohne die vielen Mitwirkenden im Bildungswesen vor Ort und im Stadtteil.

Nach seiner Fertigstellung 2012 wird das »Tor zur Welt« ein Bildungszentrum für Jung und Alt und für alle Kulturen sein. Zentraler Baustein dafür ist ein Multifunktionszentrum, das mit vielfältigen Beratungs- und Bildungsangeboten, Selbstlernzentrum, Café und einem großen Veranstaltungsraum mit Bühne zum Begegnungsort für das ganze Quartier wird. Der unmittelbare Bezug zum Stadtteil spiegelt sich aber auch in der besonderen, sich öffnenden Gebäudeanordnung und dem neuen öffentlichen Platz, der »Agora«, wider.

Das »Tor zur Welt« ist ein zentraler Baustein des Querschnittprojekts »DIE NEUE WELTKLASSE – Bildungsoffensive Elbinseln« der Internationalen Bauausstellung Hamburg, in dem Modelle und Strategien für eine zukunftsfähige, integrierte Bildungslandschaft als Bestandteil der Stadtteilentwicklung erarbeitet werden. Durch eine systematische Vernetzung der vorhandenen Einrichtungen, Initiativen und Projekte sollen die Bildungssituation und die Chancen auf gesellschaftliche Integration auf der Elbinsel nachhaltig verbessert werden. 19 lokale Gruppen mit 120 Akteuren arbeiten intensiv an diesem Ziel und knüpfen damit an eine lange Tradition der Bürgerbeteiligung und vielfältige Vernetzungsansätze im Stadtteil an.


Architekten:
bof architekten, Hamburg
www.bof-architekten.de

Landschaftsarchitekten:
Breimann & Bruun Garten- und Landschaftsarchitekten MAA, Hamburg
www.breimannbruun.de

Bauherren:
GWG Gewerbe, Hamburg in Zusammenarbeit mit der Freien und
Hansestadt Hamburg

 
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Eva Hertzsch and Adam Page present SECUROPRODS.© The Demonstration Models

 
 
© Eva Hertzsch und Adam Page
 

Öffentliche Gebäude sollen ihren Besuchern einen sicheren Aufenthalt abseits der Gefahren der Außenwelt gewährleisten. Beispielsweise ist zu deren Schutz eine sensible, aber auch wirksame Unterscheidung zwischen sozialen Gruppen gefordert, wie einerseits Einkaufsbummlern einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen, oder auch herumlungernde Personen diskret im Auge zu behalten. So muss es einen Rahmen für offizielle Anlässe geben können, doch spontane Entstehung von Menschenansammlungen sind unbedingt zu vermeiden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben die Designer Eva Hertzsch und Adam Page eine Serie attraktiver Elemente für den Eingangsbereich entwickelt, die sich durch ihre einmalige Konstruktion innerhalb weniger Minuten in hochmoderne Sicherheitsvorrichtungen verwandeln lassen. So ist eine souveräne Reaktion auf sicherheitskritische Situationen im oder um das Gebäude garantiert. Diese Produkte werden unter dem Namen SECUROPRODS vermarktet.

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Eva Hertzsch and Adam Page, 1998
Kunstfonds Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 
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