CIDADE PARA TODOS
CITY FOR ALL - WAYS TO VISION
Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Metropole. Weltweit leben
über 50 % der Menschen in Städten. 30 % der Stadtbewohner leben in Slums. In den Städten entstehen 60 % des weltweiten CO2-Ausstoßes. Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in einem 50 Kilometer breiten Streifen an den Küsten der Kontinente.
Welche Konzepte haben wir für die Zukunft der Städte?
Diese einfache und sehr offene Frage stand am Anfang des deutschen Beitrags. So einfach sie klingt, so schwer ist sie zu beantworten. So offen sie ist, so existenziell ist sie für die Zukunft unseres Planeten. Denn in dem Maße, in dem die Städte wachsen, wird auch unsere Zukunft bestimmt von der städtischen Lebensweise, unserem Konsum, unserer Mobilität, unserem Umgang mit dem Fremden. Deshalb sind in den Städten auch die Antworten auf die großen Zukunftsfragen zu suchen:
- Wie erhalten alle Menschen Zugang zu den Segnungen der Städte?
- Wie machen wir die Hinterhöfe unserer Städte zu lebenswerten Orten?
- Wie schützen wir unser Klima und unsere Ressourcen?
Cidade para Todos zeigte, wie in Deutschland Planer, Architekten und
Künstler auf die Herausforderungen reagieren.
Den drei Zukunftsfragen stehen drei Zukunftsbilder für die Stadt von
morgen gegenüber:
Das ist die Vision der Kosmopolis:
Eine Stadtgesellschaft, die den Unterschied zulässt, aber Zugänge für den Austausch und das Miteinander bietet; eine Bürgerschaft, die ihre Internationalität bejahend annimmt und die maximale Energie aus dem Zusammentreffen der unterschiedlichen Kulturen und Schichten schöpft.
Das ist die Vision der Metrozonen:
Mitten in den Städten, an ihren unwirtlichen Orten entstehen ganz neue und aufregende Stadträume – Zonen, die auf Brüchen und der Vielfalt der inneren Stadtränder aufbauen, und deren harte Gegensätze dennoch durch neue Verbindungen und Netze überwunden werden können.
Das ist die Vision der Ecoscapes:
Stadtlandschaften, die mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen.
Die Gebäude ganzer Quartiere schließen sich zu virtuellen Kraftwerken zusammen. Wind, Wasser, Boden und Abfälle liefern Strom und Wärme.
Die Häuser sind so gebaut, dass sie kaum noch Energie verschwenden.
Und die Städte am Wasser fangen an, schwimmen zu lernen – statt immer höhere Deiche zu bauen.
Dass diese Zukunftsbilder keine Utopie sind, zeigen die hier vorgestellten gebauten oder geplanten Projekte: Häuser, Quartiere, Stadtentwick-lungskonzepte, soziale Programme und künstlerische Interventionen – Projekte aus Deutschland, die einen Beitrag zur urbanen Agenda leisten.
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